Spielberichte Hinrunde 2011/2012
11. Spieltag: VfR 19 Limburg - MTV Kronberg 65:88 (42:29)
Nur eine Halbzeit
"War das denn noch nötig?" rief Limburgs Philipp Stöhr seinem Kronberger Gegenspieler zu, der ihn zwei Minuten vor Spielende beim Stand von 64:85 bei einem Korbleger foulte. Das war es natürlich nicht, denn zu diesem Zeitpunkt war das Spiel längst entschieden.
Die gleiche Frage hätte man aber auch an die Limburger Mannschaft stellen können, die in der ersten Halbzeit den Tabellenführer sicher im Griff hatte, und mit ihren schnellen Tempogegenstößen vor allem im zweiten Viertel einen unerwarteten Vorsprung von 13 Punkten herausgespielt hatte.
Nach dem Wechsel aber war der Limburger Spielfluss dahin - Kronberg kam unaufhörlich heran, hatte in der 6. Minute den Ausgleich erzielt und bis zum Viertelende den Vorsprung auf 12 Punkte ausgebaut. Bemerkenswert dabei ist die Tatsache, dass von 11 Kronberger Punkten in den letzten beiden Minuten des Viertels allein 7 durch Freiwürfe gefallen waren, die die nicht immer souveränen Schiedsrichter gegen Limburg verhängt hatten.
Und auch im Schlussviertel schaffte es das Team von Danny Stallbohm nicht, wieder normal ins Spiel zu kommen. Erneut konnten die Kronberger ihre Freiwurfstärke demonstrieren (insgesamt erzielten sie so 32 von 42 möglichen Punkten) - wobei die Limburger Spieler durch ihr Hadern mit den Schiedsrichterentscheidungen unfreiwillig Schützenhilfe leisteten.
Am Ende stand ein deutlicher Erfolg für den Tabellenführer an der Anzeigetafel - Limburg konnte die große Chance nicht nutzen.
Kronberg bleibt auch zum Ende der Vorrunde ungeschlagen Tabellenführer der Regionalliga Südwest/Nord, Limburg belegt einen guten 5. Platz und sollte - insbesondere mit der Leistung der ersten Spielhälfte - auch in der Rückrunde keine Probleme haben, diesen Platz zu behaupten.
Limburg: Florin Sebastian Dinca Sandru, Daniel Gomez Alvarez 4, Florian Hennen 16 (1), Mickael Johannes 1, Nils Linz, Angel Alexander Nelcha 2, Justin Philip Stallbohm 9 (1), Philipp Martin Stöhr 7 (1), Philip David Wennerstrom 26
Kronberg: Mokhtar Benbouazza 16 (2), Julian Demmel 1, Dejan Kamau Filipas 7 (1), Andreas Hornig 15, Emil Matevski 3 (1), Fabrice Mbwelongo-Mulenda, Ian Haakon Saultz 2, Rainer-Martin Szewczyk 27 (2), Samir Temmar 17
10. Spieltag: TuS Makkabi Frankfurt - VfR 19 Limburg 82:79 (40:38)
In letzter Sekunde gekippt
"Das war doch eine Werbung für den Basketball": Recht hatte Pedja "Freddy" Glisic, der Coach von Makkabi Frankfurt, mit seiner Einschätzung schon. Aus Limburger Sicht war aber naturgemäß die Enttäuschung über den wahrlich in letzter Sekunde verpassten Sieg in Frankfurt riesengroß.
Die ganze Dramatik des Spiel konzentrierte sich nämlich nach verhaltenem Anfang, bei dem vor allem die Limburger die in den letzten beiden Spielen wieder spürbare Sicherheit vermissen ließen, auf die letzten 10 Minuten. Da hatte das Team von Danny Stallbohm mit einem grandiosen 15:0-Lauf zwischen der 28. und 32. Spielminute einen 7-Punkte-Rückstand in eine 8-Punkte-Führung verwandelt und sah schon wie der sichere Sieger aus, zumal die die Korbdifferenz auch bis 3 Minuten vor Spielende nur um einen Punkt geschmolzen war. Was dann aber merklich wurde, war eine wachsende Verunsicherung auf Seiten der Domstädter - die möglicherweise auch mit dem Ausfall der Anzeige und die deswegen nötigen manuellen Zeitansagen von der Bank zurückzuführen war. Jedenfalls kam Makkabi durch 2 Dreier von Timo Haucke in der 9. Minute bis auf einen Punkt heran, und es wurde wieder lauter in der Halle der Philipp-Holzmann-Schule. Limburg behielt zunächst die Ruhe, verwandelte 25 Sekunden vor Spielende 2 Freiwürfe und erhöhte damit den Vorsprung wieder auf 3 Punkte. Jetzt hätte Makkabi im Gegenangriff eigentlich einen Dreier gebraucht, um mindestens auszugleichen. Limburgs Verteidigung aber tat den Gastgebern den Gefallen und foulte den Frankfurts Kapitän Mirco Palazzo beim erfolgreichen Korbleger. Der zeigte beim Bonusfreiwurf keine Nerven und verwandelte auch diesen zum umjubelten Ausgleich.
Aber noch immer waren 12 Sekunden zu spielen und Limburg hatte den Ball: Drei Sekunden vor Spielende entschieden die Schiedsrichter in einer undurchsichtigen Situation in der Frankfurter Zone nicht auf Foul für Limburg. "Verlängerung" dachte jetzt jeder in der Halle, nur Mirco Palazzo schnappte sich den Ball, setzte aus der Mitte der eigenen Hälfte zum Wurf an und traf - man könnte sagen die Limburger mitten ins Herz.
Damit haben die Domstädter die Chance verpasst, sich im Vorderfeld der Tabelle festzusetzen. Trotzdem ist im letzen Spiel der Vorrunde in zwei Wochen zu Hause gegen den noch ungeschlagenen Spitzenreiter MTV Kronberg ein heißes Spiel zu erwarten.
Limburg: Florin Sebastian Dinca Sandru 4, Daniel Gomez Alvarez, Florian Hennen 19 (2), Mickael Johannes 2, Tobias Jung, Jonas Klünder, Maximilian Mattil, Angel Alexander Nelcha 5, Justin Philip Stallbohm 17 (3), Philipp Martin Stöhr 4,
Frankfurt: Lazare Amoussou-Tossou 8, Julian Bölke 20, Timo Haucke 15 (3), André Kakarigji 11 (1), Tobias Kienast 3 (1), Vasco Pedro Marcante 2, Chad Allen McKnight 10, Mirco Palazzo 10 (1), Alexander Scholl, Marc Wurmann 3 (1)
9. Spieltag: VfR 19 Limburg - ACT Kassel 81:65 (37:30)
Starke Defense
Der VfR 19 hat den Schwung vom Horchheimer Spiel auch mit in die heimische Tilemannschule nehmen können - und damit einen wichtigen Sieg gegen den Mitaufsteiger aus Kassel gelandet.
Coach Danny Stallbohm war nach dem Spiel vor allem mit seiner Verteidigung sehr zufrieden: "Gerade einmal 30 Punkte haben wir in der 1. Halbzeit zugelassen - das ist gegen eine Mannschaft wie Kassel schon eine starke Leistung!" Zwar war das erste Viertel knapp an die Gäste gegangen - Limburg hatte die üblichen Anlaufprobleme - aber in den zweiten 10 Minuten hatten sich die Domstädter besser auf den Gegner eingestellt und legten mit einem 10:0-Lauf zwischen der 2. und 4. Minute schon einmal den Vorsprung vor, an dem Kassel für den Rest des Spiels zu knabbern hatte.
Mit einem 7-Punkte-Vorsprung ging man in die Halbzeit. Nur einmal noch wurde es knapp, als kurz vor Ende des dritten Viertels Kassel mit einem gewaltigen Zwischenspurt auf 1 Punkt herankam (50:49), aber dann liefen die Limburger Angriffe wieder wie am Schnürchen, die Freiwürfe - eine Folge des körperbetonten aber nie unfairen Spiels - wurden fast ausnahmslos verwandelt, und als drei Minuten vor Spielende der Limburger Vorsprung 10 Punkte betrug, zweifelten auch die Pessimisten unter den Zuschauern nicht mehr am verdienten Limburger Erfolg.
Bei noch zwei ausstehenden Spielen - gegen Makkabi Frankfurt und den MTV Kronberg - ist schon jetzt ein überaus erfolgreiches Fazit für die Hinrunde zu ziehen. Limburg belegt einen guten Platz im Vorderfeld der Tabelle und liegt nur einen Punkt hinter den direkten Verfolgern von Spitzenreiter Kronberg.
Limburg: Florin Dinca Sandru 4, Daniel Gomez Alvarez 5, Florian Hennen 20 (2), Mickael Johannes, Tobias Jung, Kaan Kus, Angel Alexander Nelcha 19, Justin Philip Stallbohm 8, Philip David Wennerstrom 25 (2)
Kassel: Marcus Bernhart 2, Jerome Boitelle 2. Jonas Borschel 7 (1), Stefan Franke, Julian Krüger 2, Emanuel Mariotti 3, Johannes Marte, Alexander Moore 17 (3), Armin Mustafic 10, Matthias Sinning 8, Christian Stude, Marcel Eric Wright 14 (1)
8. Spieltag: BBC Horchheim - VfR 19 Limburg 75:102 (46:37)
Grandios
Das war wieder einmal ein Spiel ganz nach dem Geschmack der Limburger Fans, die zahlreich ins nahe gelegene Koblenz-Horchheim gekommen waren nicht ganz so begeistert waren hingegen die Heimzuschauer, die eigentlich einen Sieg ihrer Mannschaft erwartet hatten.
Und zunächst sah es auch ganz danach aus. Zwar hatte Limburg den besseren Start - Rückkehrer Florian Hennen machte gleich mit seinem ersten Wurf drei Punkte - aber nach 6 Minuten ging die Sicherheit verloren und die Gastgeber konnten fast mühelos zu einem 27:17 davonziehen. Mit einem Limburger 7:0-Lauf zu Beginn des 2. Viertel war dann zwar der Anschluss wieder da, aber in der Folge häuften sich wieder die Abspielfehler und auch die Distanzschüsse verfehlten zu oft ihr Ziel: Zur Halbzeitpause lag man immer noch mit 7 Punkten im Rückstand.
Zufrieden konnte Limburgs Coach Danny Stallbohm zu diesem Zeitpunkt noch nicht sein, aber mit seiner Halbzeitansprache muss er wohl genau das Richtige getroffen haben: "Spielt ganz ruhig weiter, bei den Horchheimern werden im Lauf des Spiels die Kräfte nachlassen!" Das dauerte zwar noch drei Minuten, in denen Horchheim die Führung um weitere 5 Punkte erhöhte, aber dann kippte das Spiel, Limburg kam langsam aber sicher heran, konnte in der 6. Minute ausgleichen, ließ bis zum Ende des dritten Viertels keine gegnerischen Körbe mehr zu und erzielte selbst deren 12. Beispielhaft für den Limburger Einsatz in dieser Phase war etwa Florin Dinca Sandru, der unter dem eigenen Korb einen Rebound holte, mit dem Ball auf den gegnerischen Korb zustürmte, gefoult wurde und beide Freiwürfe verwandelte.
Noch gaben sich die Koblenzer nicht geschlagen - vor allem der unermüdlich gegen seinen ehemaligen Mannschaftskollegen Butch Wennerstrom rackernde Juan Carlos Acuna Concha steuerte zu Beginn des Schlussviertels zwei Dreier bei. Das half aber alles nichts, weil danach die Limburger Verteidigung nichts mehr zuließ und der Angriff trotz einer leichten Freiwurfschwäche Punkt um Punkt machte. Dass dann am Schluss durch den nimmermüden Butch Wennerstrom, der wohl wieder zu seiner gewohnten Form gefunden hat, ein dreistelliges Ergebnis zustande kam, passt so richtig zu der Dramaturgie des Sonntagabends nahe am Horchheimer Rheinufer.
Der VfR 19 festigt damit seine Position im Vorderfeld der Tabelle - mit einer ähnlich konzentrierten Leistung sollte auch Mitaufsteiger ACT Kassel am nächsten Wochenende in der Tilemannschule zu bezwingen sein.
Limburg: Florin Dinca Sandru 6, Daniel Gomez Alvarez 2, Florian Hennen 24 (3), Mickael Johannes 5, Tobias Jung, Kaan Kus, Maximilian Mattil, Angel Alexander Nelcha 13, Justin Philip Stallbohm 13 (2), Philipp Martin Stöhr 8, Philip David Wennerstrom 31
Horchheim: Danimir Doncevic, Paul Klär 6, Burhan Ünal 5 (1), Dustin Szafranski 2, Alexander Laschewski 18, Juan Carlos Acuña Concha 8 (2), Moritz Morschhäuser 20 (1), Niklas Weidenfeller 10 (2), Konstantin Schneider, Johannes Grunenberg 6.
7. Spieltag: VfR 19 Limburg DJK Nieder-Olm 82:78 (43:36)
Das war knapp
"Gut, dass wir das am Ende noch hinbiegen konnten", so das erleichterte Fazit des Limburger Trainers, der insgesamt aber mit der Leistung seiner Mannschaft nicht wirklich zufrieden sein konnte.
Dabei war das erste Viertel ganz nach seinem Geschmack und sicher auch der Limburger Zuschauer: Eine aggressive Verteidigung ließ den Gästen kaum eine Entfaltungsmöglichkeit, ein druckvoller Angriff spielte Korbchancen um Korbchancen heraus und verwandelte auch die meisten davon. Zählbare Konsequenz: 9:0 nach 2 Minuten Spielzeit. Zwar kam danach Nieder-Olm etwas besser ins Spiel, aber trotzdem wuchs der Limburger Vorsprung bis zum Viertelende auf 28:16 an.
War es danach die Angst vor der eigenen Courage, die die Domstädter lähmte, oder hatten etwa die ersten 10 Minuten schon zu viel Kraft gekostet? Jedenfalls kam der Spielfluss ins Stocken und trotz einiger spektakulärer Aktionen auf Limburger Seite (Monsterblock von Tobi Jung) kamen die Gäste wieder heran und lagen zur Halbzeitpause nur noch mit 7 Punkten zurück.
Immerhin sorgte Danny Stallbohms Halbzeitansprache wieder für mehr Stabilität auf Limburger Seite. Die ganz klare Linie war zwar immer noch nicht zu sehen, aber am Einsatz der Spieler war nichts auszusetzen: symptomatisch dafür war das "Durchtanken" von Daniel Gomez 4 Sekunden vor Drittelende, das den Domstädtern einen 8-Punkte-Vorsprung für das Schlussviertel bescherte.
Und das wurde dann noch einmal richtig dramatisch: Der Vorsprung war 10 Sekunden vor Spielende auf einen Punkt zusammengeschrumpft. Von den 2 Freiwürfen aus dem taktischen Nieder-Olmer Foul wurde nur einer verwandelt und Nieder-Olm war in Ballbesitz. Doch Dank der zu diesem Zeitpunkt hellwachen Defense konnte Nieder-Olm keinen Angriff mehr aufbauen und Alex Nelcha setzte 2 Sekunden vor Spielende den Ball in den Korb.
Damit hat der VfR 19 die Niederlagenserie beendet und liegt auf einem guten 5. Tabellenplatz, der der Mannschaft vielleicht auch für die kommenden Spiele in Koblenz-Horchheim und zuhause gegen den ACT Kassel das nötige Selbstvertrauen gibt.
Limburg: Florin Dinca Sandru, Daniel Gomez Alvarez 12, Mickael Johannes 4, Tobias Jung 2, Kaan Kus, Nils Linz, Maximilian Mattil, Angel Alexander Nelcha 17, Justin Philip Stallbohm 13 (2), Philipp Martin Stöhr 6, Philip David Wennerstrom 28 (2)
Nieder-Olm: Niklas Bercks 2, John Richard Duke 15, Kevin Endler 11 (1), Savas Erdem 25 (1), Kai Figgemeier 2, Benedikt Guttenberg, Arne Jörgensen 1, Nicolas Mannherz 4, Daniel Przybyla 2, Johannes Martin Weis 6 (1), Raymond Andre Wolf 10
6. Spieltag: ATSV Saarbrücken - VfR 19 Limburg 80:65 (45:28)
Niederlage 3
"In der Regionalliga müssen wir einfach alle vier Viertel gut spielen!" - so die ernüchternde Schlussfolgerung von Coach Danny Stallbohm nach dem Spiel in Saarbrücken.
Offensichtlich hatte die Mannschaft die Heimniederlage gegen Gelnhausen noch nicht ganz verdaut, denn diesmal waren es die ersten beiden Viertel, die die Gastgeber mit 6 bzw. 11 Punkten für sich entscheiden konnten. Nach der Halbzeitpause lief dann das Limburger Spiel besser und die beiden letzten Viertel gingen knapp an Limburg aber weil die Trefferquote immer noch nicht das sonst gewohnte Niveau erreichte, konnte man gegen die gut eingestellten Saarbrücker keinen entscheidenden Boden gut machen und musste sich am Ende immer noch deutlich geschlagen geben.
Damit findet sich Limburg nach 6 Spielen immerhin noch auf dem 7. Tabellenplatz wieder - und hat im nächsten Heimspiel gegen Nieder-Olm die Möglichkeit, sich wieder mehr nach vorne zu orientieren.
Limburg: Daniel Gomez Alvarez 4, Mickael Johannes 7, Tobias Jung, Kaan Kus, Nils Linz, Maximilian Mattil, Angel Alexander Nelcha 9, Justin Philip Stallbohm 14 (2), Philipp Martin Stöhr 4, Philip David Wennerstrom 27 (3)
Saarbrücken: Steffen Behrens 19, Gunter Gärtner 16, Rouven Hollinger 3, Benjamin Kessler 9 (3), Florian Kirsch 11 (1), Michael Klein 16, Matthias Schmidt-Liebig 6, Oliver Zienkiewicz
5. Spieltag: VfR 19 Limburg - BC Gelnhausen 91:95 (56:45)
Knapp verloren
Ingo Beaudet und Juan Carlos Acuna Concha saßen auf der Tribüne, drückten ihren ehemaligen Mitspielern ganz fest die Daumen und waren nach Spielende genauso enttäuscht wie die übrigen Limburger Basketballanhänger: Die erste Heimniederlage in der neuen Liga tat schon weh.
Immerhin war gegenüber der letzten Woche eine deutliche Leistungssteigerung zu verzeichnen, allen Spielern war anzumerken, dass sie ihre Fans nicht enttäuschen wollten, aber am Schluss fehlte die Kraft und auch das Quäntchen Glück, das bei einem so knappen Ergebnis dann den Ausschlag gibt.
Dabei hatte es für die Domstädter - nach einem leicht "verschlafenen" Start im ersten Viertel richtig gut ausgesehen. Mit drei Dreiern von Justin Stallbohm, 10 Punkten von Philip Stöhr und noch weiteren Korberfolgen der Center Alexander Nelcha und Daniel Gomez hatten sie wieder einmal 32 Punkte innerhalb von 10 Minuten erzielt - einziger Wermutstropfen war dabei nur, dass auch die Gäste mit 25 Punkten eine überdurchschnittliche Quote vorlegen konnten. Im anschließenden zweiten Viertel hielt die Überlegenheit der Limburger an, und als Butch Wennerstrom in der 16. Spielminute mit seinem ersten erfolgreichen Dreier einen 11:0-Lauf einleitete, sahen die Limburger Zuschauer ihre Mannschaft schon auf der Siegesstraße. Das sollte sich auch bis zur Halbzeit nicht ändern, auch wenn die Gäste kurz vor der Halbzeit durch ihren überragenden Dreierschützen Tim Partridge noch auf 56:45 verkürzen konnten.
In der zweiten Spielhälfte war dann aber nach einem anfänglichen Korb von Mickael Johannes der Limburger Spielfluss dahin, Gelnhausen kam immer besser ins Spiel und hatte nach 7 Minuten beim 62:64 den Rückstand in eine erste Führung verwandelt. Mit einer taktischen Auszeit konnte Coach Danny Stallbohm sein Team wieder stabilisieren und so ging es mit einer 1-Punkte-Führung für die Gastgeber in die entscheidenden 10 Schlussminuten.
Und auch da lief es in den ersten vier Minuten vortrefflich für die 19er: Ein weiterer Dreier von Butch Wennerstrom markierte das 84:76 - aber in der 7. Minute hatte Gelnhausen wieder zum 87:87 ausgeglichen. Noch einmal legte Limburg 4 Punkte vor - doch weil in den letzten 2 Minuten nur noch Gelnhausener Punkte zu verzeichnen waren, reichte es am Ende nicht mehr für einen Limburger Erfolg.
Damit findet sich das Team von Danny Stallbohm auf einem Mittelplatz der Tabelle wieder und muss in den nächsten Spielen in Saarbrücken und zu Hause gegen Nieder-Olm versuchen Punkte zu sammeln, um nicht noch weiter nach unten abzurutschen.
Limburg: Kaan Kus, Nils Linz, Angel Alexander Nelcha 21, Justin Philip Stallbohm 22 (4), Philipp Martin Stöhr 22 (1), Philip David Wennerstrom 19 (3)
Gelnhausen: Jonas Düring 11 (1), Felix Kahl 2, Dennis Kailing 13, Sascha Kailing 12, Dennis Köchling 3, Florian Leipold, David Lewandowski 26 (3), Timothy Partridge 23 (5), Brian Christian Sutton 5
4. Spieltag: Eintracht Frankfurt - VfR 19 Limburg 84:68 (36:36)
Einbruch im Norwestzentrum
Jetzt hat es die Limburger Basketballer doch erwischt. Ausgerechnet beim Gastspiel in der Trainingshalle der Fraport Skyliners in der Frankfurter Nordweststadt gegen eine Mannschaft, die von den bisherigen Liga-Ergebnissen her als schlagbar einzuschätzen war.
Schade - aber schon letzte Woche hieß es "Leichte Spiele gibt es nicht mehr in der Regionalliga", und das bedeutet fast zwangsläufig, dass solche Spiele dann auch verloren gehen, wenn es bei den Domstädtern mal nicht richtig rund läuft.
Das war schon in den ersten Spielminuten zu konstatieren. Ungewohnt uninspiriert ging Limburg das Spiel an, in dem keine der beiden Mannschaften in den ersten vier Minuten einen Korb verzeichneten konnte. Frankfurt legte vor und erst in der 6. Spielminute konnten die Gäste mit einem Dreier von Justin Stallbohm nachziehen. Und hätte der gleiche Spieler im ersten Viertel nicht noch zwei weitere Dreier nachlegen können, wäre der Frankfurter Vorsprung noch größer gewesen, als er das zum Viertelende mit 23:18 dann war. Im zweiten Viertel kam Limburg dann besser ins Spiel, konnte bald den Rückstand einholen und mit einem 7:0-Lauf von der 6. bis zur 9. Minute sogar in Front gehen, ehe die Gastgeber mit der Schlussoffensive wieder ausgleichen konnten.
Wer nach der Halbzeit auf eine weitere Steigerung der Limburger gesetzt hatte, lag daneben, denn wieder schienen sie ihr Rezept in der Halbzeitpause vergessen zu haben: 16:2 für Frankfurt in den ersten 4 Minuten veranlassten Coach Danny Stallbohm zu einer Auszeit, nach der sein Team sich dann wieder stabilisierte und mit einem eigenen 7:0-Lauf in den zum Ende des Viertels wieder bis auf 10 Punkte herankam. Auch im Schlussviertel schien es so, als würde der VfR 19 das Spiel noch einmal drehen können. Mit zwei Körben durch Justin Stallbohm und Daniel Gomez war in der dritten Minute der Rückstand auf 6 Punkte geschmolzen. Aber die Schiedsrichter Limburgs Mickael Johannes mit einer fragwürdigen Offensivfoul-Entscheidung und seinem fünften Foul aus dem Spiel nahmen, war der Spielfluss wieder dahin. Frankfurt nutzte eiskalt die Verunsicherung, erhöhte den Vorsprung wieder auf 15. Eine weiterer Limburger Zwischenspurt brachte sie zwar noch einmal auf 6 Punkte heran - aber in den letzten 4 Minuten gelang erneut nichts mehr und die - am Schluss deutliche - Niederlage war besiegelt.
Die Bäume wachsen also nicht in dem Himmel. Coach Danny Stallbohm un seine Spieler werden die richtigen Lehren aus dem Frankfurter "Fehltritt" ziehen und schon am nächsten Wochenende im Heimspiel gegen Gelnhausen beweisen, dass sie nicht über Nacht das Basketballspielen verlernt haben. Und weil auch Mitkonkurrent BBC Horcheim gegen den ACT Kassel Punkte einbüßen musste, verbleibt Limburg immer noch hinter dem MTV Kronberg auf dem 2. Tabellenplatz der Regionalliga Südwest/Nord.
Limburg: Daniel Gomez Alvarez 8, Mickael Johannes 6, Tobias Jung, Nils Linz, Maximilian Mattil, Angel Alexander Nelcha 14, Justin Philip Stallbohm 21 (4), Philip David Wennerstrom 17
Frankfurt: Gregory Aubrey 24, Johannes Becker. Jonas Issa 4, Max Christopher Merz 8, Benedikt Phillip Nicolay 16 (4), Tim Oldenburg 8, Damian Claudio Oronsaye, Stefan Sakic 6 (2), Gil Sobol, Dominique Neal Uhl 5, Nikolaj Vukovic 13 (3)
3. Spieltag: VfR 19 Limburg - VfL Bad Kreuznach 91:79 (36:32)
Dritter Sieg in Folge
Leichte Spiele gibt es nicht mehr in der Regionalliga. Das zeigte sich auch an diesem Wochenende in der gut gefüllten Tilemann-Halle: Der bisher sieglose VfL Bad Kreuznach ging hoch motiviert ins Spiel, ließ Limburg wenig Raum für das sonst gewohnte Kombinationsspiel und konnte sich selbst dafür im Angriff umso besser in Szene setzen. Der Lohn dafür war eine bis zur 8. Spielminute auch verdiente 17:6-Führung für die Gäste. Erst dann besannen sich die Limburger ihrer Qualitäten, spielten vor allem eine kompromisslose Defense und konnten bis zum Ende des ersten Viertels wieder auf 16:17 herankommen. Der erwartete Sturmlauf im zweiten Spielabschnitt blieb allerdings aus, und die Limburger Fans sahen sich ein ums andere Mal zu - diesmal recht zahmen - Bekundungen ihrer Enttäuschung genötigt. Bei wechselnden Spielanteilen war zur Halbzeit gerade einmal eine 4-Punkte-Führung für das Team von Danny Stallbohm herausgesprungen.
Das sollte sich auch im dritten Viertel zunächst nicht ändern. Nach 4 Minuten hatten die Gäste zum 47:47 ausgeglichen. Dann allerdings zündeten die Domstädter ihren Turbo und entschieden mit einem 22:4-Lauf nicht nur das 3. Viertel sondern schon das ganze Spiel - denn anders als zu früheren Regionalligazeiten - reichte es auch mit reduziertem Gang, um das Spiel sicher zu Ende zu bringen.
"Erst wenn wir Druck bekommen, spielen wir richtig gut", war denn auch das Fazit des Limburger Trainers. Mit dem dritten Sieg in Folge hat Limburg aus den ersten drei Spielen eine maximale Punktausbeute erzielt, steht nach Kronberg und vor Horchheim ganz vorne in der Tabelle und kann in die folgenden - ebenfalls nicht einfachen - Spiele bei Eintracht Frankfurt und zu Hause gegen den BC Gelnhausen mit einem wirklich guten Gefühl gehen.
Limburg: Mickael Johannes 2, Tobias Jung 5 (1), Kaan Kus, Maximilian Mattil, Angel Alexander Nelcha 20, Justin Philip Stallbohm 18 (2), Philipp Martin Stöhr 17, Philip David Wennerstrom 29 (2)
Bad Kreuznach: Martin Beck, Stephan Beck 17, Stephan Breckheimer 13, Johannes Gerngroß 12 (2), Timo Linzmaier 3, Clemens Martin Merk 6, Thomas Pieciak 5 (1), Tim Seimet 17 (3), Ralf Streiter, Heiner Thauern 6
2. Spieltag: VfR 19 Limburg - TV Kirchheimbolanden 86:66 (44:33)
... und auch die Heimpremiere
Etwa 200 Zuschauer hatten am Samstag den Weg in die Tilemannschule zur Regionalliga-Heimpremiere der Limburger Basketballer gefunden - und wurden mit einem erneuten Erfolg ihrer Heimmannschaft belohnt.
War das erste Viertel mit einem verhaltenen Start des Teams von Danny Stallbohm noch ausgeglichen, so setzten die Domstädter mit einem 14:0-Lauf in den ersten vier Minuten des zweiten Viertels ein erstes Highlight. Kirchheimbolanden kam danach zwar wieder besser ins Spiel, musste aber zur Halbzeit schon einen 11-Punkte-Rückstand verzeichnen. Und weil auch im folgenden Spielabschnitt die Limburger Überlegenheit anhielt und mit 28:12 ein rekordverdächtiges Viertelergebnis brachte, war 10 Minuten vor Spielende die Partie praktisch entschieden. Im Schlussviertel schalteten die Gastgeber dann einen Gang zurück und überließen Kirchheimbolanden mehr Spielanteile, ohne aber den mit 20 Punkten Differenz immer noch deutlichen Sieg zu gefährden.
Damit gehört Limburg mit Kroberg, Gelnhausen und Horchheim zum bisher verlustpunktfreien Spitzenquartett und hat mit einem weiteren Sieg im nächsten Heimspiel gegen den Mitaufsteiger VfL Bad Kreuznach die Chance, die Tabellenposition weiter zu festigen.
Limburg: Mactar Camara, Daniel Gomez Alvarez 9, Amanuel Johannes, Mickael Johannes, Tobias Jung 9, Kaan Kus, Maximilian Mattil, Angel Alexander Nelcha 15, Justin Philip Stallbohm 19 (3), Philipp Martin Stöhr 5, Philip David Wennerstrom 29 (4)
Kirchheimbolanden: Dzemsudin Kadic 8, Aleksandar Kreclovic, Markus Mildner 2, Philipp Moßmann 2, Waldemar Nap 7, Danté Jamal Neumann 8 (1), Jure Puljas 5, Max Schmid 4, Thomas Wagner 15 (1), Nicolas Daniel Wolff 6, Aleksander Zutic 9 (1)
1. Spieltag: TV Bad Bergzabern - VfR 19 Limburg 72:82 (36:46)
Start geglückt
Das war wirklich ein Auftakt nach Maß für die Limburger Basketballer: Mit dem Saisonziel im Gepäck, in der Regionalliga gut mitspielen zu wollen, hatte sich das Team von Danny Stallbohm auf die weite Reise bis kurz vor die französische Grenze gemacht. Und es ließ sich auch von der freundlichen Begrüßung durch den Hallensprecher und die Bergzaberner Zuschauer nicht beeindrucken.
Ganz im Gegenteil: Die Domstädter erzielten durch einen von Daniel Gomez verwandelten Freiwurf den ersten Punkt und zeigten in der Folge, dass die Saisonvorbereitung Früchte getragen hatte. Konsequent in der Verteidigung, fintenreich im Angriff und fest zupackend bei den Rebounds konnten sich die Domstädter in den ersten beiden Vierteln Vorteile verschaffen und sie mit 4 bzw. 6 Punkten für sich entscheiden. Dreh- und Angelpunkt des Limburger Spiels war wieder einmal Philip (Butch) Wennerstrom, der in dieser Phase schon 21 Punkte erzielte und dabei auf eine überragende Freiwurfquote von 9/10 kam. Daneben soll aber auch nicht die Reboundstärke von Alex Nelcha vergessen werden, die dafür sorgte, dass Bergzabern bei Fehlversuchen selten eine zweite Chance bekam.
Erst im dritten Viertel hatten sich die Gastgeber besser auf die Spielweise ihrer Gegner eingestellt - parallel dazu schien auch das Schussglück die Limburger verlassen zu haben. Und als es deshalb mit nur noch 5 Punkten Vorsprung für den Aufsteiger in das Schlussviertel ging, wurde es in der Halle wieder etwas lauter. Als wäre dies aber eine besondere Motivation gewesen, fanden die Domstädter zu ihrer alten Stärke zurück, erhöhten innerhalb von 5 Minuten ihre Führung auf beruhigende 16 Punkte und ließen dann bis zum Endstand von 72:82 nichts mehr anbrennen.
Mit diesem Sieg hat Limburg vor den beiden folgenden Heimspielen gegen Kirchheimbolanden und Bad Kreuznach eine gute Ausgangsposition, um sich schon zu Saisonbeginn im Vorderfeld der Tabelle zu etablieren.
Bergzabern: Philipp Behrendt 8, Eric Curth 27 (5), Tassilo Dettmer 6, Johnny Christopher Graham 3, Tim Hartmann 8, Florian Hatt, Michael Rodrian 6, Aaron Schmitz 8, Genc Sefaja, Julius Maximilian Seither 6
Limburg: Mactar Camara, Daniel Gomez Alvarez 7, Mickael Johannes, Tobias Jung 8 (2), Kaan Kus, Nils Linz, Maximilian Mattil 2, Angel Alexander Nelcha 22, Justin Philip Stallbohm 8 (1), Philip David Wennerstrom 35(4)
...letzte Aktualisierung vom 03.12.2011 ...
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